Skip to content

🇦🇹 Österreich

Zuletzt überprüft: Juli 2026 — bei der jährlichen Aktualisierung des Club-Verzeichnisses mit den örtlichen Behörden abgleichen.

1. Notrufnummern

Dienst Nummer
Euro-Notruf (EU-weit, auch bei gesperrtem Handy) 112
Feuerwehr 122
Polizei 133
Rettung (Rettungsdienst / Ambulanz) 144
Bergrettung / Alpinnotruf 140
Ärztefunkdienst / Ärztlicher Bereitschaftsdienst 141
Telefonseelsorge (rund um die Uhr, kostenlos) 142
Gasgebrechen (Gasnotruf) 128
Vergiftungsinformationszentrale (VIZ) 01 406 43 43
Gesundheitsberatung (nicht dringend) 1450
Notruf für Kinder und Jugendliche 147

Alle Notrufnummern sind in ganz Österreich von jedem Telefon kostenlos erreichbar. Die 112 ist die gemeinsame europäische Notrufnummer und funktioniert auch bei gesperrtem Mobiltelefon ohne PIN; sie wird an die nächste Polizeidienststelle vermittelt, die weitere Rettungskräfte verständigt. Für Gehörlose und Hörbehinderte ermöglicht die App DEC112 einen textbasierten Notruf.

2. Nationales Katastrophenmanagement

Element In Österreich
Bundesbehörde SKKM (Staatliches Krisen- und Katastrophenschutzmanagement) — angesiedelt im Bundesministerium für Inneres (BMI), Abteilung II/13; koordiniert seit 2003 überregionale Krisen und Katastrophen im In- und Ausland — bmi.gv.at
Bundeswarnzentrale Im Lagezentrum des BMI eingerichteter nationaler Kontaktpunkt für Länder, Nachbarstaaten und internationale Organisationen im Ereignisfall
Föderale Zuständigkeit Der Katastrophenschutz ist Ländersache; jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Katastrophenhilfegesetz. Die operative Gefahrenabwehr liegt bei Gemeinden, Bezirksverwaltungsbehörden und Ländern. Der Bund koordiniert ergänzend, wenn ein Ereignis die regionale Kapazität übersteigt
Operative Kräfte Überwiegend freiwillige Feuerwehren (das dichteste Feuerwehrnetz Europas), Rettungsorganisationen (Rotes Kreuz, Samariterbund, Johanniter, Malteser), Bergrettung, Wasserrettung sowie das Bundesheer (Assistenzeinsatz auf Anforderung der Behörden)
Bürgervorsorge Empfehlungen des Österreichischen Zivilschutzverbands (zivilschutz.at) zu Vorsorge, Bevorratung und Selbstschutz

Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz zuerst ansprechen

Für einen österreichischen Rotary Club sind die örtliche Freiwillige Feuerwehr und die Bezirksstelle des Roten Kreuzes die nächstgelegenen operativen Partner. Nehmen Sie vor der Krise Kontakt zum Kommando bzw. zur Bezirksstelle auf und stimmen Sie ab, wie der Club (Räume, Fahrzeuge, Verpflegung, Spendenlogistik) im Ernstfall unterstützen kann.

3. Warnsysteme

System Was es ist Zugang
Bundeswarnzentrale / Landeswarnzentralen Warn- und Alarmsystem des Bundes und der neun Länder; steuern Sirenen und behördliche Warnungen über die angeschlossenen Kanäle
Sirenen (Zivilschutz-Signale) Bundesweites Sirenennetz mit den Signalen „Warnung", „Alarm" und „Entwarnung"; jährlicher österreichweiter Sirenenprobealarm (erster Samstag im Oktober) automatisch
GeoSphere Austria (aus ZAMG und Geologischer Bundesanstalt, seit 2023) Amtliche Wetter- und Unwetterwarnungen (Gewitter, Sturm, Starkregen, Schneefall, Hitze); nationaler geologischer, geophysikalischer und klimatologischer Dienst geosphere.at · Warn-App
Erdbebendienst (GeoSphere Austria) Nationale Informations- und Beratungsstelle für Seismologie; betreibt das österreichische Erdbebenmessnetz an über 60 Standorten geosphere.at
Lawinenwarndienste der Bundesländer Lawinenlageberichte nach der fünfstufigen europäischen Lawinengefahrenskala; je Bundesland ein eigener Dienst lawinen.at · avalanche-warnings.eu
HORA (Naturgefahren-Überblick) Öffentliche Plattform zur Abfrage von Hochwasser-, Erdbeben-, Sturm- und weiteren Naturgefahren am eigenen Standort hora.gv.at

4. Wichtige Nicht-Rotary-Akteure

Akteur Rolle im Katastrophenfall
Freiwillige Feuerwehren Brandschutz, technische Rettung, Hochwasser- und Sturmeinsätze, Bergung — operative Schlüsselpartner in der Fläche
Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK) Rettungsdienst, Betreuung, Notunterkunft, psychosoziale Notfallversorgung, Suchdienst, Blutspende — 9 Landesverbände, 133 Bezirksstellen
Arbeiter-Samariter-Bund · Johanniter · Malteser Hospitaldienst · Grünes Kreuz Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Betreuung großer Personenzahlen, Notunterbringung
Österreichischer Bergrettungsdienst · Wasserrettung (ÖWR) Alpinrettung, Lawineneinsätze; Wasserrettung bei Hochwasser und an Gewässern
Österreichisches Bundesheer Katastrophenhilfe im Assistenzeinsatz (Pioniere, Hubschrauber, Logistik) auf Anforderung der Behörden
Bezirksverwaltungsbehörde / Landeswarnzentrale Örtliche bzw. landesweite Einsatzleitung; hier sollte der Club vor der Krise bekannt sein

5. Vorherrschende Risiken → Merkblätter des Leitfadens

Risiko Wo Zu druckendes Merkblatt
Hochwasser / Sturzflut (folgenschwerste Naturgefahr, z. B. Hochwasser 2002 und 2024) Donau-, Inn-, Salzach- und Drautal, Alpentäler, Starkregen bundesweit Merkblatt B2
Lawinen (z. B. Katastrophe von Galtür 1999) Alpenraum: Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Kärnten, Steiermark Merkblatt A5
Muren, Hangrutschungen, Steinschlag Alpentäler, Berghänge nach Starkregen und Schneeschmelze Merkblatt A4
Winter- / Orkanstürme, Kältewelle und Schneesturm bundesweit, besonders im Alpenraum und im Norden Merkblatt B3
Hitzewelle (zunehmend, Sommer 2003, 2015, 2022) bundesweit, besonders in Städten (Wien, Graz, Linz) Merkblatt B4
Waldbrand (zunehmend in trockenen Sommern) Niederösterreich, Tirol, südliche und östliche Regionen Merkblatt C2
Erdbeben (mäßige Seismizität, meist geringe Stärke) Wiener Becken, Mur-Mürz-Furche, Inntal Merkblatt A1
Großflächiger Stromausfall (Blackout) bundesweit möglich Merkblatt D3

6. Entsprechungen mit den Begriffen des Leitfadens

Allgemeiner Begriff im Leitfaden Österreichische Entsprechung
Nationale Katastrophenschutzbehörde SKKM (Bund, im BMI) + Katastrophenschutzbehörden der Länder und Bezirke
Nationaler Einsatzplan Zuständigkeit der Länder (Landeskatastrophenhilfegesetze); Bund: überregionale Koordination durch das SKKM
Rettungsdienst (EMS) Rettung (über 144)
Territoriale staatliche Behörde Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft / Magistrat)
Protokoll für Massenanfall von Verletzten (MANV) MANV-Konzepte des Rettungsdienstes / Leitender Notarzt (LNA)
Bürgerreserve des Zivilschutzes Ehrenamt bei Freiwilliger Feuerwehr und anerkannten Rettungsorganisationen
Operativer Partner vor Ort Freiwillige Feuerwehr und Rotes Kreuz (Bezirksstelle)
Behördenübergreifende Koordination Landeswarnzentrale / Behördeneinsatzleitung des Bezirks oder Landes

Steuerliche Behandlung von Spenden: Spenden von Privatpersonen an eine begünstigte Spendenorganisation (mit Bescheid des Finanzamts anerkannt und in der Liste des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen — bmf.gv.at) sind als Sonderausgaben absetzbar, insgesamt bis zu 10 % des Gesamtbetrags der Einkünfte des laufenden Jahres. Seit 2017 melden die anerkannten Organisationen die Spenden automatisch ans Finanzamt, sofern der Spender Vor- und Zunamen sowie Geburtsdatum bekannt gibt; die Beträge werden dann automatisch in der Veranlagung berücksichtigt. Ein Rotary Club kann nur dann steuerlich absetzbare Spenden entgegennehmen, wenn er (oder eine angeschlossene Struktur) selbst als begünstigte Einrichtung eingetragen ist — prüfen Sie den Status Ihres Clubs mit einem Steuerberater.

7. Rotary-Abschnitt — vom Club auszufüllen

Element Ihre Informationen
Rotary-Distrikt (z. B. 1910, 1920 …) ____
Distrikt-Governor (DG) ____
Distrikt-Beauftragte(r) für Katastrophenhilfe (DRO/DRC) ____
ShelterBox-Ansprechpartner für Österreich ____
Nationales Koordinierungsgremium (SKKM / Landeswarnzentrale) ____
Örtliche Freiwillige Feuerwehr / Rotes-Kreuz-Bezirksstelle (Kontakt) ____
Benachbarte Clubs (< 50 km) ____
Datum der letzten Aktualisierung dieses Abschnitts //______

Quellen: oesterreich.gv.at (Notrufnummern), Bundesministerium für Inneres — SKKM (bmi.gv.at/204), Bundeswarnzentrale (BMI), GeoSphere Austria (geosphere.at, Wetter- und Erdbebendienst; vormals ZAMG), Lawinenwarndienste der Bundesländer (lawinen.at), Naturgefahren-Plattform HORA (hora.gv.at), Österreichisches Rotes Kreuz (roteskreuz.at), Österreichischer Zivilschutzverband (zivilschutz.at), IFRC Disaster Law Austria Desk Survey, EU Civil Protection (Austria), Bundesministerium für Finanzen — Spendenabsetzbarkeit (bmf.gv.at). Fehler bitte melden: g.bourgogne.rtn@gmail.com