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Zuletzt ĂŒberprĂŒft: Juli 2026 — bei der jĂ€hrlichen Aktualisierung des Club-Verzeichnisses mit den örtlichen Behörden abgleichen.

1. Notrufnummern

Dienst Nummer
Feuerwehr und Rettungsdienst (auch EU-weit) 112
Polizei 110
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (nicht lebensbedrohlich, außerhalb der Sprechzeiten) 116117
Telefonseelsorge (rund um die Uhr, kostenlos) 0800 111 0 111 · 0800 111 0 222
Opfer-Telefon (Weißer Ring) 116006
Giftnotruf regional (z. B. Berlin 030 19240)

Die 110 und die 112 sind bundesweit ohne Vorwahl erreichbar und werden vorrangig vermittelt. Die 112 ist seit 1991 auch die gemeinsame europÀische Notrufnummer.

2. Nationales Katastrophenmanagement

Element In Deutschland
Bundesbehörde BBK (Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, im GeschĂ€ftsbereich des BMI, Sitz Bonn) — bbk.bund.de
Operative Zivilschutzorganisation des Bundes THW (Technisches Hilfswerk) — rund 80.000 ĂŒberwiegend ehrenamtliche KrĂ€fte, OrtsverbĂ€nde in der FlĂ€che, Fachgruppen fĂŒr Rettung, Bergung, Instandsetzung, Notversorgung. FĂŒr einen Club der wichtigste operative Ansprechpartner vor Ort — thw.de
Föderale ZustĂ€ndigkeit Der Katastrophenschutz ist LĂ€ndersache; der Bund leistet ergĂ€nzend „Katastrophenhilfe". Die Gefahrenabwehr im Alltag liegt bei Landkreisen und kreisfreien StĂ€dten (untere Katastrophenschutzbehörde)
Rechtsrahmen des Bundes Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) fĂŒr den Zivilschutz; Katastrophenschutzgesetze der einzelnen LĂ€nder fĂŒr den Frieden
BĂŒrgervorsorge Empfehlungen des BBK zur Notfallvorsorge und Notfall-Checkliste (bevoelkerungsschutz-portal.de); ehrenamtliches Engagement bei THW und Hilfsorganisationen

THW zuerst ansprechen

FĂŒr einen deutschen Rotary Club ist der THW-Ortsverband der nĂ€chstgelegene operative Partner: Technik, Logistik, Notstrom, Trinkwasseraufbereitung, Beleuchtung, BerĂ€umung. Nehmen Sie vor der Krise Kontakt zum Ortsbeauftragten auf und stimmen Sie ab, wie der Club (RĂ€ume, Fahrzeuge, Verpflegung, Spendenlogistik) im Ernstfall unterstĂŒtzen kann.

3. Warnsysteme

System Was es ist Zugang
MoWaS (Modulares Warnsystem) Zentrales Warnsystem des Bundes; steuert mit einer Eingabe zahlreiche WarnkanĂ€le (Warn-Apps, Cell Broadcast, Rundfunk, Stadtinformationstafeln) ĂŒber die angeschlossenen KanĂ€le
NINA (Warn-App des BBK) Bundesweite Warnungen des Bevölkerungsschutzes mit Handlungsempfehlungen, DWD-Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen App-Stores (iOS / Android)
Cell Broadcast Automatische Warnnachricht an alle Mobiltelefone in der betroffenen Funkzelle (keine Anmeldung, keine App nötig) — in Deutschland seit dem 23. Februar 2023 im Einsatz automatisch
Sirenen Warnung durch Heulton (Warnung) und Dauerton (Entwarnung); Ausbau in den LĂ€ndern und Kommunen lĂ€uft, jĂ€hrlicher bundesweiter Warntag zum Test —
DWD (Deutscher Wetterdienst) Amtliche Wetter- und Unwetterwarnungen (Gewitter, Sturm, Schnee/GlĂ€tte, Hitze); Warnstufen bis zur Stufe „Extremes Unwetter" dwd.de · WarnWetter-App
LĂ€nderĂŒbergreifendes Hochwasserportal (LHP) Bundesweite Hochwasser- und Pegelinformationen der LĂ€nder hochwasserzentralen.de

4. Wichtige Nicht-Rotary-Akteure

Akteur Rolle im Katastrophenfall
THW (Technisches Hilfswerk) Technische Hilfe, Bergung, Notstrom, Wasser, Logistik — operativer SchlĂŒsselpartner
DRK (Deutsches Rotes Kreuz) Rettungsdienst, Betreuung, Notunterkunft, psychosoziale Notfallversorgung, Suchdienst
Malteser Hilfsdienst · Johanniter-Unfall-Hilfe · ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) Rettungsdienst, SanitĂ€tsdienst, Betreuung großer Personenzahlen, Notunterbringung
DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) Wasserrettung, Hochwasser- und Flutlagen
Freiwillige Feuerwehr / Berufsfeuerwehr Brandschutz, technische Rettung — institutioneller Ansprechpartner fĂŒr Übungen
Untere Katastrophenschutzbehörde (Landkreis / kreisfreie Stadt) Örtliche Einsatzleitung; hier sollte der Club vor der Krise bekannt sein

5. Vorherrschende Risiken → MerkblĂ€tter des Leitfadens

Risiko Wo Zu druckendes Merkblatt
Hochwasser / Sturzflut (folgenschwerste Naturgefahr, z. B. Ahrtal 2021) FlusstÀler, Mittelgebirge, Starkregen bundesweit Merkblatt B2
Hitzewelle (Sommer 2003, 2018, 2022 — höchste Zahl hitzebedingter TodesfĂ€lle) bundesweit, besonders in StĂ€dten Merkblatt B4
Winter-/OrkanstĂŒrme (Sturmserien 2022) bundesweit, besonders Nord- und Mitteldeutschland Merkblatt B1 (anpassen)
KĂ€ltewelle / Schneesturm Mittelgebirge, Alpen, Norddeutschland Merkblatt B3
Waldbrand (zunehmend, trockene Sommer) Brandenburg, Sachsen, östliche und sĂŒdwestliche Regionen Merkblatt C2
Erdbeben (meist geringe StÀrke) Kölner Bucht / Niederrhein, SchwÀbische Alb, Oberrheingraben Merkblatt A1
Industrieunfall / Gefahrgut Chemieparks und Industriekorridore (Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Rhein-Neckar) Merkblatt D1
GroßflĂ€chiger Stromausfall (Blackout) bundesweit möglich Merkblatt D3

6. Entsprechungen mit den Begriffen des Leitfadens

Allgemeiner Begriff im Leitfaden Deutsche Entsprechung
Nationale Katastrophenschutzbehörde BBK (Bund) + Katastrophenschutzbehörden der LÀnder und Landkreise
Nationaler Einsatzplan ZustÀndigkeit der LÀnder (Landeskatastrophenschutz); Bund: Zivilschutz nach ZSKG
Rettungsdienst (EMS) Rettungsdienst (ĂŒber 112)
Territoriale staatliche Behörde Untere Katastrophenschutzbehörde (Landkreis / kreisfreie Stadt)
Protokoll fĂŒr Massenanfall von Verletzten (MANV) MANV-Konzepte des Rettungsdienstes / Leitender Notarzt (LNA)
BĂŒrgerreserve des Zivilschutzes Ehrenamt bei THW und anerkannten Hilfsorganisationen
Operativer Bundespartner THW (Technisches Hilfswerk)
BehördenĂŒbergreifende Koordination Katastrophenschutzstab / Verwaltungsstab des Landkreises

Steuerliche Behandlung von Spenden: Spenden an eine als gemeinnĂŒtzig anerkannte Organisation sind als Sonderausgaben abziehbar, insgesamt bis zu 20 % des Gesamtbetrags der EinkĂŒnfte im Jahr der Zahlung. Bis 300 € genĂŒgt ein vereinfachter Nachweis (Kontoauszug, Einzahlungsbeleg), darĂŒber ist eine ZuwendungsbestĂ€tigung erforderlich. Ein Rotary Club kann nur dann selbst ZuwendungsbestĂ€tigungen ausstellen, wenn er (oder eine angeschlossene Stiftung / ein Förderverein) als gemeinnĂŒtzig anerkannt ist — prĂŒfen Sie den Status Ihres Clubs mit einem Steuerberater.

7. Rotary-Abschnitt — vom Club auszufĂŒllen

Element Ihre Informationen
Rotary-Distrikt (z. B. 1800, 1810, 1820, 1830, 1841, 1842, 1850, 1860, 1880, 1890, 1900, 1910, 1920, 1930, 1940, 1950 
) ____
Distrikt-Governor (DG) ____
Distrikt-Beauftragte(r) fĂŒr Katastrophenhilfe (DRO/DRC) ____
ShelterBox-Ansprechpartner fĂŒr Deutschland ____
Örtlicher THW-Ortsverband (Ortsbeauftragte(r)) ____
Untere Katastrophenschutzbehörde (Kontakt) ____
Benachbarte Clubs (< 50 km) ____
Datum der letzten Aktualisierung dieses Abschnitts //______

Quellen: BBK (bbk.bund.de, bevoelkerungsschutz-portal.de), THW (thw.de), DWD (dwd.de), LĂ€nderĂŒbergreifendes Hochwasserportal (hochwasserzentralen.de), Deutsches Rotes Kreuz (drk.de), Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (gdv.de, Naturgefahrenbilanz), Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (bpb.de), Bundesfinanzministerium / Lohnsteuerhilfe (Spendenabzug). Fehler bitte melden: g.bourgogne.rtn@gmail.com